Wittstock. Vor 170 Zuschauern gelingt den Hanseaten der 13. Sieg in Folge. Im Spitzenspiel der Kreisliga bezwingt Hansa Wittstock den SV Schönberg mit 6:3. Bereits in den ersten 45 Minuten erwischt es die Gäste eiskalt. Gleich 4 Treffer musste der gut mitspielende SV Schönberg einstecken. Auch die Nachlässigkeiten der Mir-Elf in Teil 2 änderte nichts am ungefährdeten Sieg gegen einen starken Gast aus Schönberg. Es hätte kaum besser für den Tabellenführer laufen können. Jede gute Möglichkeit wurde konsequent genutzt und in Tore umgewandelt. Schönberg offensiv und zweikampfstark, aber mit Lücken in der Abwehr. Das nutzten die schnellen Hansa-Stürmer Stephan Obst an den Pfosten und Bruder Christian im Nachsetzen zum 1:0 (4.). Dann ein 25-Meter-Freistoss getreten durch Thomas Techen und Thomas Dräger ist zur Stelle und besorgt das 2:0 per Kopf. Wieder ist es ein Techen-Freistoss den Stephan Obst zum 3:0 nutzt. Eine Minute später legt Bruder Christian auf und Stephan Obst gelingt der Doppelschlag in 2 Minuten. Doch so klar wie der Spielstand, sah das Spiel nicht aus. Die Gäste spielten munter mit, doch fehlte die Genauigkeit im Abschluss um Torgefahr zu entwickeln. Erst in der 39. Minute knallt ein 30-Meter-Freistoß von Grusa an den Hansa-Pfosten. Nach dem Seitenwechsel sahen die begeisterten Zuschauer bis zur 60. Minute eine eher ruhige und ausgeglichene Partie. Bis Thomas Dräger einen langen Ball auf Thomas Techen spielt. Die perfekte Vorlage nutzt der Stürmer zum 5:0. Die Gäste standen mit Benn in der 68. allein (5 Meter) vor Keeper Koch, doch Stefan Witte war in letzter Sekunde dazwischen. Hansa jetzt zu lässig in den Abwehrbemühungen. Die Konsequenz: das 5:1 durch Kleiner. Trainer Mir brachte nun Mittelstürmer Enrico Reinke, der kaum den Platz betreten hatte und zum 6:1 trifft (70.). Nach diesem Treffer wurde es noch einmal turbulent. Es ging nun hoch und runter mit Chancen auf beiden Seiten. Den offenen Schlagabtausch nutzen die Gäste in der 73. (Grusa) und 88. (Schulz) und kamen so bis auf 6:3 heran. Begünstigt wurden die Treffer durch eine immer schwächer werdende Hansa-Abwehr.
Aber auch im Mittelfeld blieben Spieler nach verlorenem Zweikampf einfach stehen. So vergaben die Hanseaten einen Elfmeter in der 76., was symbolisch für die Lässigkeiten in der 2. Halbzeit waren. Schönberg fehlte am Ende, aber die Kraft um es noch spannend zu machen. Trainer Mir nach dem Spiel alles andere als zufrieden: "Nach guten 45 Minuten haben wir in der 2. Halbzeit taktisch unklug agiert." "Die Vorgabe, aus einer tief stehende Abwehr den Gegner auszukontern wurde von meiner Mannschaft nicht umgesetzt." Hansa: Matthias Koch; Toni Kanzler, Christian Obst, Matthias Schnell, Stefan Best, Stefan Witte, Marcel Henschel, Thomas Dräger, Enrico Reinke, Marco Zerbian, Jens Drößler, Stephan Obst, Peter Techn, Thomas Techen SV Schönberg: Müller, Langner, Wisch, Jarius, Telchow, Brodde, Grusa, Schumacher, Benn, Kositzki, Kleiner, Schulz, Müller |