FK Hansa Wittstock 1919 e.V.

Spielberichte 1. Männer 2004/2005

SV Rhinow/G. II vs. Hansa Wittstock 1:4
14.05.05
Mehr Mühe als erwartet

Stephan Ellfeldt

Kreispokal. "Wenn du zwei Gänge zurück schaltest, dann brauchst du dich normalerweise nicht zu wundern", ärgerte sich Hansa´s Trainer Drabow, nach dem Kreispokal-Halbfinale gegen Rhinow II. Seine Mannschaft gewann zwar 4:1 (2:0), doch tat sich der souveräne Kreismeister am Sonnabend sehr schwer gegen den Gastgeber aus der 2. Kreisklasse.
"Mit der ersten Halbzeit bin ich ja zufrieden. Wir haben den Ball gut laufen lassen, haben uns gut bewegt und auch die Tore gemacht. Aber die zweite Halbzeit war spezielle in unserer Defensive eine Katastrophe", fand die überhebliche Spielweise keinen Anklang bei den Verantwortlichen von Hansa. "Wenn man ehrlich ist, dann muss Rhinow doch das 2:2 machen. Und da darf sich keiner beschweren."
Hansa begann die Partie so, wie es die Zuschauer erwarteten. Sie nutzten ihre technische Überlegenheit zu gekonnten KOmbinationen und ließen Ball und Gegner laufen. Rhinow stand von Beginn an tief in der eigenen Hälfte und versuchte über den schnellen Michael Haas zu Konterchancen zu kommen. Doch im ersten Durchgang war für den Gastgeber nichts zu holen. Angriff auf Angriff rollte auf das heimische Gehäuse. Enrico Reinke (5.) mit einem Abstaubertor und Stephan Obst (32.) sorgten für die beruhigte Halbzeitführung. Nach dem Wechsel kam es dann zu den Unachtsamkeiten in den Wittstocker Reihen. "Da redest du in der Kabine noch auf die Jungs ein, sie sollen das noch nicht abhaken, und die spielen eine solche katastrophale zweite Halbzeit", konnte sich Drabow nicht beruhigen, zu dicht stand Rhinow vor der Überraschung.
Sie hatten bis dato noch keine Chance zu verzeichnen, doch mit Beginn der zweiten 45 Minuten änderte sich dies. Der letztlich zum tragischen Helden avancierende Michael Haas tauchte innerhalb von vier Minuten dreimal allein vor Keeper Matthias Koch auf. Doch dieser hielt glänzend, oder das Schussglück fehlte. "Mensch, wenn da das Anschlusstor fällt, dann wäre hier mehr drin gewesen", philosophierten die älteren Zuschauer am Rande. Recht hatten sie. Es kam anders. Gute Mannschaften brauchen nicht viele Chancen und schaffen es auch mit minimalen Aufwand, solche Spiele für sich zu entscheiden. Der ansonsten unauffällig agierende Thomas Techen sorgte mit einer schönen Einzelleistung für das vorentscheidende 3.0 /73.) und zehn Minuten später traf er wieder zum 4:0.
Rhinow war ständig bemüht und hatte auch Chancen, doch Haas, der wieder zweimal allein vorm Keeper auftauchte, hatte einfach kein Schussglück. "Wenn wir 100-prozentig konzentriert spielen, dann passiert gar nichts, doch so haben wir Rhinow zum Toreschießen eingeladen", so Drabow. Doch Haas schlug die Einladung aus. "Ein wenig tut er mir schon leid, weil der Junge sehr gut gespielt hat, haber der trifft das Tor einfach nicht", hatte der Wittstocker Manfred Jungbluth fast schon Mitleid.
Rhinow wurde in der 88. Minute noch für ihr engagiertes Spiel mit dem Treffer zum 1:4 durch Lamprecht belohnt. Zu diesem Zeitpunkt spielten die Gastgeber nur noch zu zehnt, weil der eingewechselte Scherbenske die Ampelkarte gesehen hatte.
Hansa: Matthias Koch; Thomas Dräger, Peter Techen, Marco Zerbian (Normen Fitz), Christian Obst, Marcel Steinbach, Stephan Obst, Thomas Techen, Enrico Reinke (Matthias Schnell), Stefan Best, Jens Drößler