Den hatten sicher auch die 33 anderen Nachwuchs-Fußballer, die gemeinsam mit Rico Steinhauer vier Tage in der bekannten Sportschule weilten, um ihre sportliche Visitenkarte abzugeben. Insgesamt siebenmal bat das vielköpfige Trainerteam zu Übungseinheiten. Siebenmal gab Rico Steinhauer, der an der Sportschule Cottbus lernt, sein Bestes. Etwas ernüchtert sagt er dazu: "Ich lag im Schnitt." Doch der reicht nicht, will Steinhauer einer der 16 von insgesamt 122 Akteuren (so viele werden gesichtet) sein, die letztlich den Weg ins Team finden. Das weiß natürlich der junge Kicker am besten. Und blickt schließlich doch nicht ganz so kritisch auf seine Leistung zurück. "Ich war ganz gut." Außerdem habe er als Defensiv-Spezialist eh größere Chancen, da nur ein Bruchteil der Spieler, die mit ihm in Kaiserau waren, aus dem Abwehrbereich kamen. Weil die Trainer jeden Spieler zweimal in Augenschein nehmen wollen, hat Rico Steinhauer eine weitere Chance, sich für den DFB zu empfehlen. Er will sie auf jeden Fall nutzen. Wann er diese Chance genau bekommt, weiß der Grabower nicht. Und ob der Weg ins Nationalteam für ihn dann tatsächlich offen steht, auch nicht. Eines aber ist sicher, kann ihm keiner mehr nehmen: Die "DFB-Sachen" und damit die Erfüllung eines Traums. Vielleicht ist es nur der Anfang. |