der Verbandsliga als Betreuer auf der Bank. Der Mannschaftskoffer mit dem Eisspray und den Mullbinden ist sein Ein und Alles. Wenn es zu Nasenbeinbrüchen und Prellungen kommt, steht Thomas Keil bereit. Als Teilzeit-Sargträger eines Bestattungsunternehmens muss er sich in solchen Situationen dann auch mal Sprüche wie "Alles gut Keili, kannst den Klappspaten wieder einpacken", anhören - Er nimmt es mit Humor. Vor zwei Jahren legte der Dossestädter extra eine Sanitäter-Prüfung ab, um fachgerechter helfen zu können. "Die große Nähe und die Verantwortung, mit denen er sich seiner schwer kranken Mutter widmet, sind ein Wesenszug von ihm. Die menschliche Zuwendung der Handballer ist sein Ansporn", beschreibt Klawohn das Wesen des Thomas Keil. Sein Engagement hat sich rumgesprochen. Auch Sportkoordinator Axel Simon wurde auf den umtriebigen Frührentner aufmerksam, spannte ihn zur Unterstützung bei den Kreis- und Regionalwettbewerben von Jugend trainiert für Olympia ein. Zwei Jahre ist "Keili" nun schon dabei und für Simon nicht mehr wegzudenken. "Wir sind bei den Wettbewerben darauf angewiesen, dass uns Leute für eine wirklich geringe Entschädigung unterstützen. Es ist in hohem Maße der Enthusiasmus dieser Menschen, der uns hilft, die Veranstaltungen weiter durchzuführen. Ohne sie wären die Turniere gar nicht mehr zu stemmen." Über Thomas Keil hat er nur Positives zu berichten: "Er ist immer da, wenn man ihn braucht, ist sich nicht zu schade auch Aufgaben zu übernehmen, für die er eigentlich nicht angestellt ist." So arbeitet "Keili" mal als Kampfrichter, mal als Sanitäter oder sorgt dafür, dass die Werbe-Schilder ihren Platz in den Hallen finden. "Er fühlt sich wie die Mutter der Nation, eine hilfsbereite Seele. Der Einsatz ist wirklich hoch anzurechnen", so Simon. Thomas Keil gehört zu Wittstock wie die St. Marien Kirche. Unter der Woche trägt er Plakate für die Handballer aus, um die Werbetrommel für Heimspiele zu rühren - alles mit dem Rad, bei Wind und Wetter. Sein Applaus sind die frohen Gesichter bei Siegen, eine versorgte Wunde oder ein einfacher Schulterklopfer nach dem Training |